Was die Gemeinde derzeit tut
 
Was die Gemeinde derzeit tut
Bei allen neuen Techniken zur Wärme- und Stromerzeugung mit alternativen Energien sollte die Energieeinsparung durch bauliche Maßnahmen bzw. Änderung des Nutzerverhaltens nicht vergessen werden und ein hoher Stellenwert eingeräumt werden. Das Ziel sollte sein, mit der systematischen Ausschöpfung des bei öffentlichen Gebäuden vorhandenen Energieeinsparpotentials den Energieverbrauch der kommunalen Gebäude zu senken.

 

a) Energietechnische Bestandsaufnahme/Gebäudeenergiekonzept
Vom Gemeinderat wurden auf Antrag des ALEOB 2002 Haushaltsmittel für eine Bestandsaufnahme sämtlicher Gemeindegebäude bereitgestellt.
Dabei soll der Gebäudezustand bauphysikalisch und technisch möglichst genau erhoben und beschrieben werden. Danach erfolgt eine Bewertung mit entsprechenden Empfehlungen. Der seit 1997 erstellte Energiebericht durch die Neckarwerke mit den Verbrauchskennzahlen des Strom- und Wärmeverbrauchs kann zugrundegelegt werden. Bestandsaufnahme und Energiekonzept werden von einem Fachingenieurbüro erstellt.
b) Energiemanagement
Die Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA), die zu 50% im Eigentum des Wirtschaftsministeriums steht, wurde mit der Einführung eines kommunalen Energiemanagements beauftragt. Der Grundgedanke des Energiemanagements stützt sich auf eine mehrjährige Betreuung des Projektes sowie auf regelmäßige monatliche Begehungen der Liegenschaften mit den Hausmeistern, Erzieherinnen und sonstigen Personen, die in den Einrichtungen der Gemeinde mit Energie in Berührung kommen. Durch Gespräche und Schulungen dieser Personen soll der Energieverbrauch in der jeweiligen Liegenschaft optimiert werden. Damit können ohne größere Investitionen Energieeinsparungen von ca. 20% erzielt werden.
Projekt an der Schule
Energiesparprojekt an der Kirchrainschule - solarbetriebener Brunnen
c) Aktion "Klimafreundliche und energiesparende Schule"
Das im Jahr 1995 vom Umwelt- und Kultusministerium Baden-Württemberg gemeinsam initiierte Modellprojekt "Klimafreundliche und energiesparende Schule" hat dazu beigetragen, Erfahrungen mit der Organisation und Realisierung von Energiesparprojekten in Schulen zu sammeln. Der Schwerpunkt des Projekts liegt weniger auf Einsparungen, die auf baulichen oder technischen Maßnahmen basieren, als auf nachhaltigen Verhaltensänderungen der Nutzer (Schüler, Lehrer). Durch eine entsprechende Modellkonzeption sowie die Einbindung externer Fachleute erhalten die Schulen Anreize, Einsparmöglichkeiten zu suchen und umzusetzen.
Das Geld, das eingespart wird, könnte je zur Hälfte von der Gemeinde für energieeinsparende Investitionen und der Schule für schulinterne Maßnahmen verwendet werden. Hierzu haben bereits Gespräche zwischen Verwaltung, Arbeitskreis und Schulleitung der Kirchrainschule stattgefunden.
Ein gutes Beispiel aus unserer Nachbarstadt Wendlingen zeigt auch die "Dokumentation des Erfolgs von Klimaschutzmaßnahmen im Schulzentrum Am Berg von 1991 - 2000".